41 Jahre später: Frank Herberts Dune-Ende ist immer noch ein Chaos – und die Nachfolger haben es nicht repariert

(SeaPRwire) –

By: Silas Sterling

John Schoenherr

Letzte Woche habe ich auf einer Sci-Fi-Convention mit einem langjährigen Dune-Fan geredet. Er hat die ersten drei Romane mehrmals gelesen. Aber bei „Chapterhouse: Dune“ hat er aufgehört. Für ihn war das Buch ein unstrukturiertes Chaos, das die gesamte Saga entwertet. Das ist kein Einzelfall. Viele Fans teilen diese Meinung – auch 41 Jahre nach der Veröffentlichung im Jahr 1985.

Frank Herbert hat die ersten drei Dune-Romane über mehr als 15 Jahre geschrieben. Sie genießen bis heute eine enorme Verehrung. Die letzten drei Bücher hingegen kamen zwischen 1981 und 1985 in kurzer Folge heraus. Außer „God Emperor of Dune“ werden sie kaum mit der gleichen Respekt behandelt. Herbert war bei der Arbeit an „Chapterhouse“ krank. Er starb ein Jahr nach der Veröffentlichung. Das Buch hat keine klar erkennbaren Themen. Wer die gesamte Saga zum ersten Mal liest, wird es als frustrierend empfinden.

Frank Herbert bei der Premiere des Dune-Films von 1984, vor der Veröffentlichung von Chapterhouse: Dune im Jahr 1985. | Ron Galella/Ron Galella Collection/Getty Images

Im vorherigen Buch „Heretics of Dune“ haben die Honored Matres die Oberfläche von Arrakis zerstört. Das war ein Problem: Ohne den Planeten gibt es kein Gewürz – und ohne Gewürz keine Raumfahrt. „Chapterhouse“ dreht sich um die Umsiedlung der Sandwürmer auf den Planeten Chapterhouse. Dieser soll zu einem Dune-ähnlichen Planeten umgestaltet werden. Dank Sheeana Brugh, einer Nachfahrin von Siona Atreides, lassen sich die Sandwürmer kontrollieren. Aber am Ende fliehen Sheeana, der neueste Ghola von Duncan Idaho, Scytale und Miles Teg mit einem No-Ship in ein alternatives Universum. Duncan sagt: „Wir sind in einem unidentifizierbaren Schiff, in einem unidentifizierbaren Universum… ist das nicht, was wir wollten?“

Herbert hat mit den geheimnisvollen Figuren Daniel und Marty ein dunkles Geheimnis angedeutet. Aber wo die Geschichte weitergehen sollte, bleibt umstritten. 2006 haben sein Sohn Brian Herbert und der Autor Kevin J. Anderson mit „Hunters of Dune“ eine direkte Fortsetzung veröffentlicht. Sie haben Herberts Notizen verwendet. In diesem Buch kehrt das No-Ship ins normale Universum zurück. Daniel und Marty entpuppen sich als KI-Roboter aus der Vorzeit des Butlerianischen Jihads. Der Begriff Butlerianischer Jihad stammt von Herbert, aber die detaillierte Darstellung der Denkmaschinen stammt aus den Prequel-Romanen von Brian Herbert und Anderson.

Duncan Idaho kehrt in Dune: Part Three zurück, einer Adaption von Dune Messiah. Bis zu Chapterhouse gibt es unzählige Kopien von Duncan. | Warner Bros

Das Erbe von „Chapterhouse“ ist heute untrennbar mit den Retcons verbunden, die Jahrzehnte später vorgenommen wurden. Selbst wenn man annimmt, dass alles in „Hunters of Dune“ und „Sandworms of Dune“ genau das war, was Herbert beabsichtigte, bleibt „Chapterhouse“ ein seltsamer Akt. Er hat seinen geliebten Planeten zerstört und die Charaktere in ein anderes Universum geschickt. Vielleicht wäre die Saga besser dran gewesen, wenn sie mit „Heretics“ geendet hätte – als der Titelplanet keine Sandwürmer mehr beherbergte und kein Gewürz mehr produzierte.

Dune: Part Three kommt am 18. Dezember 2026 in die Kinos.

Author bio: Silas Sterling, langjähriger Kernel-Entwickler und Chefredakteur eines Open-Source-Sicherheitsmagazins, analysiert Sci-Fi-Kultur und ihre Auswirkungen auf Tech-Communitys.