Der gruseligste Film des Jahres ist für einen einzigartigen Grund furchterregend

A24

(SeaPRwire) –   Das erste, was Sie an undertone bemerken, ist, wie still es ist – nicht nur in seiner Tonmischung, sondern auch in der Art, wie es gedreht ist: hauptsächlich stabile Weitwinkelaufnahmen, die langsam durch leere Räume pannen und es Ihren Augen ermöglichen, verzweifelt nach etwas Auffälligem zu suchen. Es ist eine zurückhaltende Form des Filmemachens, die es den Schrecken des Films ermöglicht, umso härter zu treffen. Und wenn diese Schrecken kommen, bleiben sie erstaunlich lange bei Ihnen.

Der Film folgt Evy (Nina Kiri), der skeptischen festen Gastin eines paranormalen Podcasts, den sie mit ihrem alten Freund Justin (Adam DiMarco) moderiert. Justin, der Gläubige, erhält eine seltsame Reihe von Audiodateien per anonymer E-Mail und teilt sie live im Podcast mit Evy. Die Aufnahmen stammen anscheinend von einem Paar, Jessa (Keana Lyn Bastidas) und Mike (Jeff Yung), die anfangen, sich nachts aufzunehmen, nachdem Jessa神秘isch im Schlaf zu sprechen begonnen hat. Aber als die Aufnahmen fortgesetzt werden, werden die Geräusche, die sie fangen, finsterer und scheinen Evys Leben immer bedrohlicher zu beeinflussen.

Die zentrale Idee – und größte Stärke – von undertone ist, dass nur Evy und ihre kranke Mutter (Michèle Duquet) im Laufe des Films auf dem Bildschirm erscheinen. Evy hat sich in das Haus ihrer Mutter gezogen, um sie während ihrer terminalen Krankheit zu versorgen, und verbringt ihre Zeit im Wesentlichen zu Hause, bis ihre Mutter stirbt. Ihr Podcast, den Evy um 3 Uhr morgens aufnimmt, um Justins Zeitplan in Großbritannien zu berücksichtigen, bleibt ihre einzige Trostquelle. All diese Dinge, zusammen mit einem abwesenden Freund, der gelegentlich anruft, um Evy aus dem Haus zu locken, bilden die perfekte Mischung aus Stressfaktoren, damit Evy das nächste Opfer des dämonischen Fluchs wird, der durch die Audiodateien entfesselt wird.

Anfangs ist Evy die perfekte Skeptikerin. Die ersten Aufnahmen zeigen, dass Jessa im Schlaf Kinderlieder singt, an die sie sich beim Aufwachen kein Recollection hat. Jessa und Mike werden bald Eltern, erklärt Evy – natürlich stehen Kinder in ihrem Kopf. Aber Justin führt sie mit Begeisterung in die Welt der Verschwörungstheorien rund um rückwärts abgespielte Kinderlieder, der Evy widerwillig folgt. Die Dinge werden noch seltsamer, als Jessa beginnt, Unfug zu reden – Justin und Evy entdecken, dass es sich um einen rückwärts gesprochenen Chant handelt, der einen Dämon beschwört. In der Zwischenzeit beginnen in Evys Haus nachts Dinge zu knallen. Ihre Mutter, die fast im Koma im Bett liegt, scheint nachts zu bewegen. Wasserhähne öffnen sich von allein. Und die Dutzende christliche Gegenstände, die im knarrenden, staubigen Haus verstreut liegen – Evys Mutter war sehr religiös – beginnen, leicht merkwürdig auszusehen: Eine Statuette der Jungfrau Maria taucht immer wieder auf dem Nachttisch ihrer Mutter auf, jedes Mal mit mehr Babys, die auf ihre Roben klettern.

Undertone verweilt in leeren Räumen und baut eine Angst auf, bis Ihre Nerven zerrissen sind. | A24

Um fair zu sein: undertone macht nichts Neues in Sachen Dämonenbesitzfilmen oder sogar Geisterhausfilmen – die Audiodateien von Jessa und Mike sind eigentlich so, als ob Sie einfach Paranormal Activity hören würden. Aber wie Paranormal Activity vor ihm fühlt sich undertone an wie eine kühne, neue Evolution des Horrorfilms. Aufgrund der stabilen Regie von Autor und Regisseur Ian Tuason und Kiris starker Hauptdarstellerleistung – gleichzeitig resolut und verletzlich – fühlt sich die audiozentrierte Idee von undertone nicht wie ein Gimmick an. Es ist spärlich, wo es sein muss, und setzt seine Jump Scares gut ein – oft entscheidet es sich dafür, etwas zu behalten, anstatt zum typischen Jump Scare zu greifen. Die zentrale Idee von Undertone – eine verfluchte Mediendatei, die von Person zu Person weitergereicht wird – wird sicherlich mehrere Vergleiche mit The Ring auslösen, aber tatsächlich ähnelt die Zurückhaltendheit des Films eher dem ursprünglichen japanischen Ringu, einem Film, der sich durch das langsame Aufbauen von Angst bis zum tödlichen Höhepunkt in den letzten Minuten auszeichnet.

Ebenso spielt undertone mit den Erwartungen jedes erfahreneren Horrorfilmfans: Ein Spiegelschrank im Badezimmer schwingt auf und zu, um nichts zu zeigen, eine langsame Panoramafahrt durch einen Raum zeigt nur leere Ecken. Tatsächlich sind die gruseligsten Teile von undertone das, was man nicht sieht: Der erschreckende Höhepunkt findet buchstäblich statt, wenn der Film zu Schwarz schneidet und nur Evys Schreie und unmenschliche Geräusche uns begleiten. Das ist ein Beweis für die makellose Tonproduktion des Films (am besten in Dolby Atmos oder besser noch über Ihre eigenen Kopfhörer erlebt), dass eine solche Szene so erschreckend und eiskalt sein kann, ohne dass etwas auf dem Bildschirm passiert.

Viele Horrorfilme haben versucht, das Gefühl des Lesens einer Creepypasta – einer internetbasierten städtischen Sage, die sich in den dunklen Ecken von 4chan-Threads oder obskuren YouTube-Links verbreitet – zum Leben zu erwecken. Aber undertone ist einer der seltenen Filme, der dieses Gefühl trefft: versehentlich auf etwas rein Böses zu stoßen, indem man auf einen falschen Link klickt oder zu lange in einem digitalen Kaninchenbau verweilt. Es ist ein erschreckender neuer Thriller für das Internetzeitalter, der lange nach dem Abspann unter Ihrer Haut bleibt.

Undertone läuft jetzt in Kinos.

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