
(SeaPRwire) – Als Solo: A Star Wars Story in seinem ersten Wochenende im Kino lediglich 100 Millionen US-Dollar einspielte, war das ein neuer Tiefpunkt für eine Filmreihe, die einst als zu groß zum Scheitern galt. Mit einem Budget von 275 Millionen US-Dollar war der Film im Vergleich zu anderen Produktionen der Zeit relativ günstig – etwa The Force Awakens, das angeblich etwa 500 Millionen US-Dollar gekostet haben soll. Anders als die anderen Filme der Disney-Ära von Star Wars schaffte Solo es jedoch nicht, weltweit eine Milliarde US-Dollar einzuspielen, was in der Zwischenzeit zur Regel geworden war.
Der finale Einspielergebnis von Solo war zwar nicht gerade lächerlich, stand aber symbolisch für all das, wovor Star Wars Halt braucht, wenn es überleben will. Die Filmreihe stellte die Kinoproduktionen teilweise wegen dieses wahrgenommenen Misserfolgs ein – und nun, da The Mandalorian and Grogu Star Wars nach sieben Jahren wieder ins Kino bringt, wirft der Schatten von Solo unangenehm lange.
Einerseits ist es nicht ganz fair, einem so ungewöhnlichen Film so hohe Erwartungen entgegenzubringen: Zwei Fernsehfiguren sollten nicht für das Schicksal eines Blockbusters verantwortlich sein, und die kritische Resonanz auf The Mandalorian and Grogu spiegelt dieses Missverhältnis ebenfalls wider. Finanziell haben Din Djarin (Pedro Pascal) und sein kleiner grüner Sohn die Erwartungen ebenfalls nicht gerade übertroffen… doch ihr Ergebnis im ersten Wochenende ist nicht ganz so alarmierend wie das von Solo – und zwar aus einem überraschenden Grund.

The Mandalorian and Grogu führte das Box-Office-Wochenende zum Memorial Day an und spielte im vier-tägigen Eröffnungswochenende rund 100 Millionen US-Dollar in den USA ein. Das ist nur knapp weniger als das Ergebnis von Solo im ersten Wochenende: Der Standalone-Spin-off erzielte damals etwa 103 Millionen US-Dollar. Bedeutet das, dass The Mandalorian and Grogu einem ähnlich enttäuschenden Schicksal entgegengehen könnte? Nicht ganz – und zwar deshalb, weil der neueste Star-Wars-Film zugleich der günstigste der Disney-Ära ist. Mit einem Budget von etwa 166 Millionen US-Dollar muss er deutlich weniger einspielen als Solo, um seine Kosten zu decken. Streng genommen hat er das bereits getan, wenn man seinen weltweiten Gesamterlös berücksichtigt, der sich auf 163 Millionen US-Dollar beläuft.
Angesichts der Marketingkosten wird The Mandalorian and Grogu noch etwas mehr Umsatz benötigen, um als vollständiger Erfolg gewertet zu werden. Dennoch verläuft die Comeback-Strategie der Filmreihe zumindest in die richtige Richtung: Es mag die Rekorde von Filmen wie Rogue One und The Last Jedi nicht brechen, doch sein letztlich eher bescheidenes Box-Office-Ergebnis sollte zukünftigen Star-Wars-Produktionen den Weg ebnen.
The Mandalorian and Grogu läuft jetzt im Kino.
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