Disney hat gerade aus einem umstrittenen KI-Vertrag zurückgetreten

Shutterstock

(SeaPRwire) –   Seitdem künstlich intelligenzerzeugter Inhalt so fortgeschritten war, dass er Will Smith realistisch beim Essen einer Spaghettiportion zeigte, hat Hollywood eilig nach Möglichkeiten gesucht, generative KI in die Medienproduktion zu integrieren – unter anderem bei der Drehbuchentwicklung, der Nachbearbeitung und der Animation. Die Einstellungen gegenüber KI waren jedoch immer spaltend: Sie gehörte zu den Hauptthemen der Streiks der WGA/SAG-AFTRA, und selbst ein offener ChatGPT-Tab auf einem Making-of-Foto zur 5. Staffel von Stranger Things hat tageweise Debatten entfacht.

Vor nur wenigen Monaten schien es wirklich so, dass künstlich intelligenzerzeugter Videoinhalt die nächste große Sache in Film und Fernsehen werden würde – aber ein kürzlicher Schritt von OpenAI und Disney deutet auf etwas ganz anderes hin.

KI-Schutzmaßnahmen sind seit Jahren ein heiß diskutiertes Thema in Hollywood. | Amy Katz/ZUMA Press Wire/Shutterstock

Im Dezember 2025 kündigten OpenAI und Disney eine massive Partnerschaft an: Disney investierte über 1 Milliarde US-Dollar in OpenAI, während OpenAI die umfangreiche Sammlung an Disney-Charakteren für Sora lizenzieren konnte – seine 2024 gestartete Videoerzeugungs-App. Der Plan war, dass Nutzer*innen eigene Inhalte mit Disney-Charakteren erstellen könnten, wobei einige Videos sogar zum Streamen auf Disney+ verfügbar gemacht werden sollten. Also, wenn Sie jemals Olaf, den Schneemann, mit den Avengers abhängen sehen wollten, hätte Ihr Traum zu einer künstlich intelligenzerzeugten Realität werden können.

Aber alles wechselte, als Sora plötzlich beschloss, die Sora-App dauerhaft zu schließen. Darauf folgte schnell die Nachricht, dass Disney auch aus seinem bestehenden Deal mit OpenAI zurücktreten würde, da es keine Sora-App mehr gibt, auf der die Disney-Charaktere genutzt werden könnten. Das bedeutet, keine Milliardeninvestitionen mehr für OpenAI. Laut einem Bericht von Reuters fand am Montag ein Treffen über den Disney/Sora-Deal statt – erst eine halbe Stunde später erhielt Disney die Nachricht, dass OpenAI die App komplett einstellt.

Sora sollte Videoerzeugung durch KI revolutionieren, aber jetzt existiert sie nicht mehr. | Samuel Boivin/NurPhoto/Shutterstock

Dies ist ein großer Moment für diejenigen, die skeptisch gegenüber der Ethik generativer KI sind. Der Disney-Deal war bereits auf maskierte, animierte oder Kreatur-Charaktere beschränkt, also war keine Darsteller*innen-Identität beteiligt – aber das ist keine universelle Lösung. Ein Beweis dafür findet sich in einer kürzlichen Partnerschaft zwischen Disney und Fortnite: Die künstlich intelligenzerzeugte Stimme von Darth Vader wurde von Spielern manipuliert, um völlig unangemessene Dinge zu sagen.

Disney selbst durchläuft eine Übergangszeit, also könnte das Scheitern dieses Deals ein verborgener Segen sein. Bob Iger, der langjährige CEO von Disney, hat diesen Deal Ende vergangenen Jahres eingeführt, wechselte aber erst vor einigen Wochen seine Position. Laut Variety sagte sein Nachfolger Josh D’Amaro auf der Disney-Aktionärsversammlung 2026: „Unser Ziel mit KI ist es, menschliche Kreativität zu stärken, nicht zu ersetzen.“ Hätte er oder andere Führungskräfte bei Disney von vornherein Bedenken gegen den Deal gehabt?

Dieser Zusammenbruch kam vielleicht aus heiterem Himmel, bietet aber Disney und OpenAI eine neue Grundlage, um ihre Beziehung zu KI und die Art und Weise, wie sie in die Unterhaltungserfahrung integriert werden sollte, neu zu bewerten.

Der Artikel wird von einem Drittanbieter bereitgestellt. SeaPRwire (https://www.seaprwire.com/) gibt diesbezüglich keine Zusicherungen oder Darstellungen ab.

Branchen: Top-Story, Tagesnachrichten

SeaPRwire liefert Echtzeit-Pressemitteilungsverteilung für Unternehmen und Institutionen und erreicht mehr als 6.500 Medienshops, 86.000 Redakteure und Journalisten sowie 3,5 Millionen professionelle Desktops in 90 Ländern. SeaPRwire unterstützt die Verteilung von Pressemitteilungen in Englisch, Koreanisch, Japanisch, Arabisch, Vereinfachtem Chinesisch, Traditionellem Chinesisch, Vietnamesisch, Thailändisch, Indonesisch, Malaiisch, Deutsch, Russisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und anderen Sprachen.