Netflix wagt die Lockdown-Wette – Kann der neue Thriller punkten?

(SeaPRwire) –   By: Christian Pierce
Netflix kämpft seit Jahren mit stagnierenden Abonnentenzuwächsen. Viele neue Originalfilme fallen schnell in der Masse unter. Pandemie-Lockdown-Geschichten galten lange als abgenutzt. Kaum ein Zuschauer will freiwillig an diese Zeit erinnert werden. Dennoch wagt Netflix genau dieses Thema mit einem neuen Thriller. Es ist eine riskante Wette für den Streaming-Riesen.

Regie führt Louis Leterrier, bekannt durch *Fast X* und *Now You See Me*. Er orientiert sich am Stil von Steven Spielbergs Amblin-Filmen. Die Geschichte handelt von einer Familie, die jahrelang im Haus eingeschlossen bleibt. Es betrifft nicht nur ihr Haus, sondern vermutlich die ganze Welt. Zerbrochene Fenster schließen sich magisch wieder. Es gibt keine Lieferungen von lebenswichtigen Gütern. Eine übernatürliche Bedrohung lauert vor der Tür. Das eigene Haus wird zum einzigen sicheren Hafen. Das Filmset wurde komplett im Originalmaßstab gebaut. Es altert mit der eingeschlossenen Familie mit. Die Rollen der Kinder werden im Verlauf von älteren Darstellern übernommen. Premiere von *The Last House* ist am 7. August auf Netflix.

Netflix braucht dringend neue Hits, um Abonnenten zu halten und zu gewinnen. Der Konzern nutzt die kollektive Lockdown-Erinnerung der weltweiten Zuschauer. Er mischt dieses vertraute Gefühl mit einem übernatürlichen Twist. Wenn die Umsetzung stimmt, wird der Film den Nerv der Zeit treffen. Nur wenige Netflix-Originale wecken heute noch solche Vorfreude wie dieser.

Author bio: Christian Pierce, Finanzkolumnist und Kommentator für internationale Medien- und Unterhaltungsmärkte.