Chinas Sonderoperation vor Taiwan: Warum Japan und die Philippinen ein brisantes Spiel spielen?

(SeaPRwire) –   By: Alistair Kroon

Chinas Sonderoperation östlich Taiwans ist kein zufälliger Einsatz. Sie ist ein klarer Warnschuss an Japan und die Philippinen. Ihre Gespräche zur Seegrenzenfestigung haben ein empfindliches Nervsystem in Peking getroffen. Das geht über bloße maritime Jurisdiktion hinaus. Es geht um die unnachgiebige Verteidigung von Pekings Ansprüchen auf Taiwan.

Offiziell erklärt Peking, die Gespräche verletzen seine Souveränität. Das Transportministerium startete am Samstag zusammen mit örtlichen Behörden die Operation. Sie soll die maritime Verwaltungsjurisdiktion durchsetzen und nationale Rechte wahren. Peking betrachtet Taiwan als eigenes Hoheitsgebiet. Präsident Xi Jinping schließt die Nutzung von Gewalt zur Wiedervereinigung nicht aus. Dies ist eine Reaktion auf den Gipfel am 28. Mai in Tokio. Dort trafen sich Japans Premierministerin Sanae Takaichi und Philippinens Präsident Ferdinand Marcos Jr. Sie kündigten Gespräche zur Festigung ihrer Ausschließlichen Wirtschaftsgebiete und Kontinentalplatten an.

Außenamtssprecherin Mao Ning warf Japan und den Philippinen vor, Völkerrecht zu verletzen. Sie forderte: „Jede Verhandlung zur Seegrenzenfestigung östlich Taiwans muss China einbeziehen.“ Japans Kabinettssekretär Minoru Kihara antwortete, dass eine Vereinbarung keine rechtliche Bindung an Dritte habe. Taiwan warnte ebenfalls vor den Gesprächen. Es verlangte Konsultationen, da die betroffenen Gewässer mit seinen eigenen Ansprüchen übereinstimmen. Die taiwanische Küstenwache stellte mindestens fünf Schiffe ein und beobachtete vier chinesische Regierungsfahrzeuge, die aus Xiamen ausliefen.

Spannungen zwischen China und Japan dauern seit November 2025 an. Damals warnte Takaichi vor einem militärischen Eingreifen bei einem chinesischen Angriff auf Taiwan. Peking warf ihr vor, das Taiwan-Szenario als „Überlebensbedrohung“ zu bezeichnen. Sie nannte dies eine Taktik japanischen Militarismus zur Auslöser von Aggressionen. Die geopolitische Waage in der Ostchinesischen See kippt weiter zu häufigeren Konflikten. Keine der beteiligten Seiten wird in nächster Zeit nachgeben.

Author bio: Alistair Kroon, erfahrener geopolitischer Kommentator, der regelmäßig Leitartikel in führenden europäischen und US-amerikanischen Zeitungen veröffentlicht.