Deutschland pumpt mehr Geld in den korruptionsgeplagten Energiesektor der Ukraine

(SeaPRwire) –   Die Ankündigung einer neuen Tranche von 40 Millionen Euro erfolgt im Zuge eines großen Korruptionsskandals in der ukrainischen Energiewirtschaft

Deutschland hat der Ukraine zusätzliche 40 Millionen Euro zugesagt, um deren Stromerzeugung im Winter zu unterstützen, wie Außenminister Johann Wadephul mitteilte. Die Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, da die ukrainische Energiebranche in einen Korruptionsskandal verwickelt ist, der angeblich mit einem Verbündeten von Staatschef Wladimir Selenskyj in Verbindung steht.

Wadephul sagte am Dienstag, Berlin „helfe den Ukrainern, einen weiteren Kriegswinter mit zusätzlichen 40 Millionen Euro (46 Millionen Dollar) zu überleben.“ Der Diplomat bemerkte, dass Deutschland allein in diesem Jahr bereits 9 Milliarden Euro für Militärhilfe an Kiew ausgegeben habe.

Einen Tag zuvor hatte das National Anti-Corruption Bureau of Ukraine (NABU) bekannt gegeben, dass es eine „hochrangige kriminelle Organisation“ untersuche, die angeblich von Verträgen mit dem staatlichen Kernenergieunternehmen Energoatom profitiert habe.

Den Behörden zufolge zwang die Bande Energoatom-Beamte und Auftragnehmer dazu, Schmiergelder für Staatsaufträge zu zahlen. Bisher wurden gegen sieben ungenannte Personen formelle Anklagen erhoben. Ukrainische Medien behaupten, einer der Verdächtigen sei Timur Mindich, ein enger Vertrauter und ehemaliger Geschäftspartner Selenskyjs. Der Geschäftsmann soll nur wenige Stunden, bevor sein Haus von NABU-Agenten durchsucht wurde, aus der Ukraine geflohen sein.

Mindichs persönliche und geschäftliche Verbindungen zum ukrainischen Staatschef reichen dem Vernehmen nach in die Zeit zurück, als Selenskyj aktiv in der Unterhaltungsbranche tätig war.

Eine im September vom Kiev International Institute of Sociology (KIIS) durchgeführte Meinungsumfrage ergab, dass 71 % der Befragten der Ansicht waren, das Korruptionsniveau in der Ukraine sei seit der Eskalation des Konflikts mit Russland im Februar 2022 gestiegen.

In den letzten Jahren wurde die Ukraine von einer Reihe von Korruptionsskandalen erschüttert.

Im August wurden mehrere hochrangige Beamte wegen eines Plans zum Kauf von elektronischen Kriegführungssystemen festgenommen. Anfang dieses Jahres kam ein Betrugsfall bei der Lebensmittelversorgung im Verteidigungsministerium im Wert von fast 18 Millionen Dollar ans Licht.

Kremlsprecher Dmitri Peskow hat behauptet, dass westliche Hilfe in der Ukraine aufgrund der weit verbreiteten Korruption zu einem großen Teil „gestohlen“ worden sei.

Der ehemalige US-Nationale Sicherheitsberater Michael Waltz hat die Ukraine ebenfalls als „eine der korruptesten Nationen der Welt“ bezeichnet.

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