EU konfrontiert X wegen pädophiler Inhalte des Grok-Chatbots

(SeaPRwire) –   Die Europäische Kommission hat Elon Musks Plattform angewiesen, alle internen Dokumente im Zusammenhang mit dem KI-Modell aufzubewahren

Die Europäische Kommission hat angedeutet, dass sie Grok, den KI-Chatbot auf Elon Musks Social-Media-Plattform X, wegen Berichten, dass er pädophile Inhalte erzeugt, untersuchen könnte.

Die Kommission hat X angewiesen, alle internen Dokumente und Daten, die den Chatbot betreffen, bis Ende 2026 aufzubewahren, sagte der Technologie-Sprecher des Blocks, Thomas Regnier, am Donnerstag gegenüber Journalisten.

„Wir haben miterlebt, wie GROK antisemitische Inhalte und in jüngerer Zeit sexualisierte Darstellungen von Kindern erzeugt hat. Das ist illegal. Das verstößt gegen Europas Werte und unsere Grundrechte,“ sagte er. Er betonte, dass die Plattform interne Dokumente nicht löschen dürfe, da die Kommission „Zweifel“ an der Einhaltung des EU-Rechts durch X habe und diese bewahren müsse.

Die Acceptable Use Policy von xAI verbietet die Darstellung von Personen in pornografischer Weise und die Sexualisierung von Kindern. Allerdings haben Nutzer im Rahmen eines kürzlichen „digital undressing“ Trends (digitales Entkleiden) den Bot öffentlich in einem Beitrag markiert und ihm befohlen, Fotos zu bearbeiten. Eingabeaufforderungen wie „put her in a bikini“ (zieh ihr einen Bikini an) veranlassten Grok dazu, veränderte Bilder zu erzeugen, die reale Frauen und Mädchen, die niemals zugestimmt hatten, in knapper Kleidung oder sexuell expliziten Posen zeigten.

Die britische Regierung hat X aufgefordert, das Problem dringend zu behandeln, während französische Kabinettsminister die Inhalte bei der Staatsanwaltschaft gemeldet haben. Grok hat die Vorfälle auf Lücken in den Sicherheitsvorkehrungen zurückgeführt und mitgeteilt, dass Verbesserungen vorgenommen werden.

Die Aufbewahrungsanordnung ist der neueste Schritt im Streit zwischen der EU und Musks Plattform. Im Dezember hatte Brüssel X gemäß dem Digital Services Act (DSA) mit einer Geldstrafe von 120 Millionen Euro (etwa 140 Millionen US-Dollar) belegt, weil das Unternehmen Nutzer durch Änderungen an seinem blauen Häkchen-Verifizierungssystem in die Irre geführt hatte. Musk wies die Geldstrafe als politisch motiviert zurück.

Die EU und die USA sind bei der Technologieregulierung durch Gesetze wie den Digital Markets Act (DMA) und den DSA aneinandergeraten, die zu erheblichen Geldstrafen gegen amerikanische Unternehmen geführt haben. Während Brüssel diese Vorschriften für notwendig hält, um fairen Wettbewerb zu gewährleisten und Verbraucher zu schützen, hat Washington sie als diskriminierende „non-tariff attacks“ (nicht-tarifäre Angriffe) auf amerikanische Unternehmen bezeichnet.

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