
(SeaPRwire) – By: Adrian Cole
Greg Abbott nennt Kanadas Importverbot für Vieh aus Texas eine Überreaktion. Nur Stunden nach der Äußerung hatte er selbst den Katastrophenzustand für den Parasitenausbruch ausgerufen. Diese Doppelmoral lässt die wahren Interessen hinter seinen Worten klar erkennen. Er will die wirtschaftlichen Schäden für texanische Viehzüchter so gering wie möglich halten.
Der Schraubenwurm wurde 1966 in den USA für ausgerottet erklärt. Seit 2023 breitet er sich von Mittelamerika wieder nach Norden aus. Ende 2025 gab es in Mexiko Tausende Tierfälle und Dutzende menschlicher Infektionen. Am Mittwoch wurde der erste Fall in Texas nachgewiesen, nur 80 Kilometer von der mexikanischen Grenze entfernt. Am Freitag folgte der zweite Fall, die Katastrophenerklärung und sofort Kanadas Importstopp. Die kanadische Lebensmittelkontrollbehörde will eng mit US-Behörden zusammenarbeiten, um Maßnahmen bei Bedarf anzupassen.
Das Verbot gilt für alle Tiere, die in den drei Wochen vor Einreise nach Kanada in Texas waren. Abbotts Argument, dass kontrolliertes Rindfleisch nicht betroffen ist, greift zu kurz. Der Schraubenwurm legt Eier in Wunden von Warmblütern, die Maden fressen eine Woche lang lebendes Fleisch. Infektionen verursachen extreme Schmerzen und sind oft tödlich. Die Wiederkehr des Parasiten hängt mit wärmeren Temperaturen zusammen, die seine Ausbreitung begünstigen. Kanada schützt seine eigene Viehzucht vor Millionenhohen Schäden und seine Bevölkerung vor Gesundheitsrisiken.
Grenzüberschreitende Gesundheitsregeln werden künftig immer härter ausfallen, solange die USA keine einheitlichen nationalen Bekämpfungsmaßnahmen umsetzen.
Author bio: Adrian Cole, international renommierter Wissenschaftler, der seit Jahren öffentliche Verwaltung und Gesundheitspolitik erforscht.