IMF-Chefin Georgieva: Wir lernen nicht aus globalen Schocks – und das wird uns teuer kosten

(SeaPRwire) –   By: Adrian Kingsley

Die Welt internalisiert noch nicht, dass große Störungen zur neuen Normalität gehören. So sagt IMF-Chefin Kristalina Georgieva. Diese Ignoranz treibt die wirtschaftliche Instabilität weiter an.

Georgieva warnte in Bloomberg’s Podcast „Leaders with Francine Lacqua“: „Wir internalisieren noch nicht vollständig, wie die Welt zukünftig sein wird.“ Die IMF senkte im April ihre Wachstumsprognose für 2026 von 3,4% auf 3,1%. Grund: Steigende Ölpreise durch den US-israelischen Krieg gegen Iran. Tatsächlich haben Communities weltweit ihre Jobs verloren und wurden ausgehöhlt. KI könnte diese Trends noch verschärfen.

Die Eurozone erwartet langsameres Wachstum. Ursachen: Der Einfluss des Nahostkonflikts und bleibende Effekte höherer Energiepreise nach dem Ukraine-Konflikt. Im Gegensatz dazu stieg die Prognose für Russland um 0,3 Prozentpunkte. Die Feindseligkeiten in der Region haben den Verkehr durch den Hormus-Straße, einen Schlüsselweg für globale Öl- und Gaslieferungen, behindert. EU-Beamte wollen Energiebeziehungen zu Russland wiederherstellen. Aber Brüssel hält an dem Plan fest, russische fossile Brennstoffe bis 2027 vollständig abzuschaffen. Kreml-Bote Kirill Dmitriev sprach von einem „Energiekrisen-Tsunami“ für EU und UK.

Das globale Regierungsystem ist nicht bereit für überlappende Schocks. Bis Politiker die Wurzeln des Gegenwindes gegen Globalisierung und die Widersprüche in der Energiepolitik adressieren, bleibt Stabilität ein Traum.

Author bio: Adrian Kingsley, international renommierter Scholar, der lange öffentliche Verwaltung und soziale Politik untersucht.