
(SeaPRwire) – Drei Menschen sind im Zuge eines Ausbruchs des tödlichen, von Nagetieren übertragenen Erregers an Bord des Kreuzfahrtschiffs MV Hondius der Atlantiklinie gestorben
Der Kapitän hatte den Passagieren des von Hantavirus betroffenen Kreuzfahrtschiffs MV Hondius zugesichert, dass der erste Todesfall an Bord auf „natürliche Ursachen“ zurückzuführen sei und das Schiff sicher sei, wie neu veröffentlichte Videoaufnahmen zeigen.
Die Aufnahmen, die am 12. April – also noch vor der Bestätigung des Hantavirus-Ausbruchs – gemacht wurden, zeigen Kapitän Jan Dobrogowski, wie er den Passagieren mitteilt, dass ein Mann an Bord gestorben sei.
„So tragisch es auch ist, es war vermutlich auf natürliche Ursachen zurückzuführen“, sagte Dobrogowski und fügte hinzu: „Was auch immer für gesundheitliche Probleme er hatte, mir wurde vom Arzt gesagt, dass sie nicht ansteckend waren, sodass das Schiff in dieser Hinsicht sicher ist.“
Das unter holländischer Flagge fahrende Atlantik-Kreuzfahrtschiff, das etwa 150 Personen aus 23 Ländern beförderte, verließ am 1. April Argentinien in Richtung Kap Verde. Das erste Opfer, ein 70-jähriger niederländischer Mann, zeigte ab dem 6. April erste Krankheitssymptome und verstarb am 11. April. Seine 69-jährige Frau begleitete seinen Körper nach Südafrika, wo sie später zusammenbrach und am 26. April in einem Krankenhaus in Johannesburg verstarb. Am 2. Mai starb eine dritte Passagierin – eine deutsche Frau – an der Krankheit; ihr Körper befindet sich noch an Bord des Schiffes.
Stand 7. Mai wurden insgesamt acht bestätigte oder vermutete Fälle mit dem MV Hondius in Verbindung gebracht, wobei Patienten in die Niederlande, nach Südafrika, in die Schweiz, nach Deutschland und Spanien evakuiert wurden. Gesundheitsbehörden sind nun bestrebt, etwa 29 Passagiere zu orten, die das Schiff an früheren Anlegestellen verlassen hatten.
Ermittler gehen davon aus, dass das betagte niederländische Paar das seltene Virus während einer Vogelbeobachtungs-Exkursion an einer Müllhalde in Ushuaia, Argentinien, vor dem Einsteigen auf dem Schiff infiziert hat.
Das Virus wurde als die Andes-Variante des Hantavirus identifiziert, ein seltener Erreger, der typischerweise über Kontakt mit Kot, Urin oder Speichel infizierter Nagetiere übertragen wird. Im Gegensatz zu den meisten Hantaviren ist bekannt, dass die Andes-Variante eine begrenzte Übertragung von Mensch zu Mensch bei engerem Kontakt mit einer infizierten Person ermöglicht.
Ursprünglich wurde dem MV Hondius die Anlandung in Kap Verde und den Kanarischen Inseln verweigert; mittlerweile ist es ihm jedoch gestattet, nach Teneriffa zu fahren. Dort werden unbeteiligte Passagiere in ihre Heimatländer zurückgebracht, während spanische Staatsbürger unter Quarantäne gestellt werden.
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