Starker Anstieg der Syphilisinfektionen in Deutschland – Daten

(SeaPRwire) –   Die Fälle der sexuell übertragbaren Krankheit sind seit 2001 um 460% gestiegen, wie der jüngste Bericht des Robert Koch-Instituts zeigt

Die Zahl der Syphilis-Infektionen hat in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht und lag 2024 bei 9.519 Fällen, verglichen mit nur 1.697 um die Jahrhundertwende, so der jüngste Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI).

Die sexuell übertragbare Krankheit, verursacht durch das Bakterium Treponema pallidum, hat in den letzten zwei Jahrzehnten stetig zugenommen. Nach einem Anstieg auf 3.364 Fälle im Jahr 2004 sind die Zahlen weiter gestiegen, insbesondere unter Männern, die Sex mit Männern haben (MSM) und Männern, die Sex mit Transgender-Frauen haben.

Das jüngste Epidemiologische Bulletin verzeichnete am Donnerstag einen weiteren Anstieg von 3,9 % im Jahresvergleich zu 2023. Mitglieder der LGBTQ-Gemeinschaft machten die überwiegende Mehrheit der Infektionen aus, während Frauen nur 7,6 % der Fälle repräsentierten. Der Anteil der heterosexuellen Übertragung stieg ebenfalls leicht gegenüber dem Vorjahr.

Das Durchschnittsalter der Patienten lag bei etwa 41 Jahren, wobei Reinfektionen ein anhaltendes Risiko darstellten. Das RKI hob hervor, dass die höchsten Infektionsraten in großen urbanen Zentren wie Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt und München verzeichnet wurden.

Ausbrüche unter schwulen Männern haben einen Großteil des Gesamtanstiegs seit den späten 1990er Jahren vorangetrieben. Der erste signifikante Anstieg wurde 1997 in Hamburg dokumentiert. Bis 2003 war die Inzidenz bei Männern zehnmal höher als bei Frauen.

Heute sind etwa drei Viertel der gemeldeten Fälle mit der LGBTQ-Gemeinschaft verbunden, wobei Daten darauf hindeuten, dass bis zu die Hälfte dieser Patienten auch HIV-positiv ist, oft mit Koinfektionen von Hepatitis C.

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