(SeaPRwire) – Die Entscheidung der Bank of England, Shakespeare und Churchill durch Wildtierbilder zu ersetzen, hat heftige Kritik ausgelöst
Die britischen Banknoten stehen vor einem deutlich wilderen Überarbeitungsprozess: Historische Persönlichkeiten wie der Schriftsteller William Shakespeare und der Kriegskanzler Winston Churchill rücken nun auf den nächsten von der Bank of England ausgegebenen Serien für Bilder einheimischer Wildtiere zur Seite.
Die Zentralbank kündigte am Mittwoch an, sie werde die Öffentlichkeit einbeziehen, um zu entscheiden, welche Vögel, Tiere und Naturszenen auf den neuen £5-, £10-, £20- und £50-Noten zu sehen sein sollen. Dies gehe mit dem Ziel einher, „die reiche und vielfältige Tier- und Pflanzenwelt des Vereinigten Königreichs zu präsentieren“.
Weitere historische Persönlichkeiten, die durch Tiere und Vögel ersetzt werden sollen, sind der Maler J. M. W. Turner, der Mathematiker Alan Turing und die Schriftstellerin Jane Austen. König Charles III., der 2022 zum Monarchen wurde, bleibt dagegen auf der Vorderseite der Banknoten.
Die Pläne haben bereits Kritik von einigen Politikern und Kommentatoren ausgelöst, die argumentieren, dass das Entfernen von Figuren wie Churchill und Austen das historische Symbol der britischen Währung schwächen könne.
Experten werden Arten für eine öffentliche Abstimmung vorselektieren, wobei der Gouverneur der Bank of England die endgültige Entscheidung trifft. Die neuen Noten werden wahrscheinlich in einigen Jahren in Umlauf gebracht werden.
Die Leiterin der Banknotenabteilung, Victoria Cleland, erklärte, dass die Neugestaltung dazu diene, den Fälschungsschutz zu verstärken und gleichzeitig die Tierwelt zu betonen. So könnten die Noten beispielsweise „ein Vogel mit flatternden Flügeln“ oder „ein laufender Hirsch“ zeigen.
Der Schritt folgt einem Konsultationsprozess im vergangenen Sommer, bei dem ein Thema rund um die britische Tierwelt die Stimmen gewann: 60 % der 44.000 Vorschläge sprachen dafür. Architektur und Wahrzeichen folgten mit 56 %, während bemerkenswerte historische Persönlichkeiten mit lediglich 38 % auf dem dritten Platz lagen.
Seit 2016 ersetzt die Bank of England Papierbanknoten durch sicherere Polymerversionen. 2022 wurden die Papier-£20- und £50-Noten aus dem Umlauf genommen, nachdem bereits die £5- und £10-Noten abgewickelt worden waren.
Nach Angaben von UK Finance machen Bargeldtransaktionen 2024 nur noch 9 % aller Transaktionen aus – ein Rückgang von 48 % seit 2014.
Seit 1970 sind auf Banknoten der Bank of England historische Persönlichkeiten abgebildet, darunter Shakespeare, Darwin und Adam Smith. Churchill wechselte 2013 auf die £5-Noten, wobei der damalige Gouverneur Mervyn King vorschlug, sie könne „die Winston“ genannt werden – ein Spitzname, der nicht Halt gewann.
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