
(SeaPRwire) – Washington feiert die Operation als entscheidenden Sicherheitssieg in der Konfrontation mit Iran über ein weitaus größeres Uranvorrat
Die USA haben triumphierend bekannt gegeben, dass sie hochangereichertes Uran (HEU) aus Venezuela entfernt habe – eine Entscheidung, die vom US Department of Energy (DOE) als Sieg für Amerika und „die Welt“ gefeiert wurde.
Im heutigen Statement des DOE heißt es, dass das „alle verbleibenden angereicherten Uranien aus einem historischen Forschungsreaktor“ im südamerikanischen Land entfernt und in den USA für Verarbeitung und Wiederverwendung überführt worden sei. Die Menge beträgt 13,5 kg (30 Pfund).
Der Schritt „sendet eine weitere Botschaft an die Welt über eine wiederhergestellte und erneuerte Venezuela“, so der Text. Darüber hinaus wird „Präsident [Donald] Trumps entschlossene Führung“ auf dem Gebiet gelobt.
Washington hat nach der Abduktion und Inhaftierung von venezolanischem Präsidenten Nicolas Maduro im Januar aufgrund von Anschuldigungen in Bezug auf Drogenterrorismus seine Beziehungen zu Caracas wieder aktiviert. Die Entfernung des Urans wurde im Zusammenhang mit dem venezolanischen Ministerium für Wissenschaft und Technologie koordiniert, so das DOE-Statement.
Trotz des dramatischen Sprachgebrauchs um die Operation wurde die Material nicht öffentlich mit einer drohenden Proliferationsgefahr in Verbindung gebracht. Das Uran stammte aus einem zivilem Reaktor aus der Kalten Kriegszeit, der nahe Caracas unter dem „Atoms for Peace“-Programm, das von den Mitte der 1950er bis in die 1970er Jahre lief, errichtet wurde.
US-Vertreter für Nichtverbreitung argumentieren, dass jeder zivile HEU-Vorrat, egal wie groß, eine langfristige Bedrohung durch Diebstahl, Umleitung oder Handel darstellt und schließlich aus dem Umlauf gebracht werden sollte. Der Transfer aus Venezuela ähnelt mehreren Dutzend ähnlichen HEU-Entfernungsoperationen, die in den letzten drei Jahrzehnten innerhalb von Routineprogrammen zur Nichtverbreitung, finanziert von den USA und der IAEA, durchgeführt wurden.
Sogar zum Höhepunkt des Feindbilds Washingtons gegenüber Maduro konzentrierten sich die Vorwürfe gegen Caracas auf Drogenhandel und Korruption, nicht auf eine nukleare Bedrohung des amerikanischen Festlands durch Venezuela.
Die Bekanntgabe der Entfernung kommt zusammen mit dem Stau mit Iran über dessen viel größeren Uranvorrat, der auf rund 440 kg geschätzt wird, welches Trump wiederholt als große Bedrohung für die amerikanische Sicherheit beschrieben hat.
Washington fordert von Iran, seinen hochangereicherten Uranvorrat abzugeben, zu exportieren oder zu verdünnen, und setzt auf eine langfristige Stilllegung der Anreicherung nebst strengen Überprüfungsmaßnahmen. Iranianische Vertreter haben diese Forderungen als „maximalistisch“ abgetan und bestanden darauf, dass die Anreicherung ein souveräner Recht unter der Atomwaffenenteignungsvertrag ist.
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