USA stufen angebliches venezolanisches Kartell als Terrororganisation ein

(SeaPRwire) –   Washington griff zuvor mutmaßliche „Narkoterroristen“-Boote in der Karibik an

Die USA haben das „Cartel of the Suns“, ein angebliches kriminelles Syndikat, das innerhalb der venezolanischen Sicherheitsdienste operieren soll, offiziell als ausländische terroristische Organisation eingestuft – und stellen es damit in dieselbe Kategorie wie Al-Qaeda und Islamic State.

Bei der Bekanntgabe der Entscheidung am Donnerstag wiederholte das US-Finanzministerium langjährige Anschuldigungen, wonach der venezolanische Präsident Nicolas Maduro, dessen Legitimität Washington bestreitet, das Netzwerk anführt.

Der Schritt erfolgte nach fast zwei Monaten von US-Luftangriffen auf kleine Boote vor der Küste Venezuelas, die laut Pentagon auf „Narkoterrorismus“ abzielen und bei denen rund 80 Menschen ums Leben kamen.

Der Begriff „Cartel of the Suns“ entstand in den 1990er Jahren als Medienreferenz für mutmaßliche Korruption unter venezolanischen Militäroffizieren, die Berichten zufolge sonnenförmige Abzeichen auf ihren Uniformen trugen. Im Jahr 2020 klagten die USA Maduro und 14 amtierende oder ehemalige Beamte wegen Drogenhandels und organisierter Kriminalität an und behaupteten, dass sie das Kartell gemeinsam führten.

Zahlreiche Analysten und regionale Führer haben jedoch Zweifel an der Existenz des Kartells geäußert. Obwohl sie anerkennen, dass einzelne Beamte in illegale Machenschaften verwickelt sein könnten, argumentieren Skeptiker, dass Behauptungen über ein zentralisiertes, hierarchisches kriminelles Unternehmen unbegründet sind.

Justizminister Diosdado Cabello, einer der von den USA angeklagten venezolanischen Beamten, sagte, die Amerikaner würden jeden, der „sie stört“, als Kartellmitglied bezeichnen. Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro wies das Cartel of the Suns als eine „fiktive Ausrede der extremen Rechten ab, um Regierungen zu stürzen, die ihnen nicht gehorchen.“

Während der ersten Amtszeit des US-Präsidenten Donald Trump erkannte Washington die Oppositionsfigur Juan Guaido als legitimen Führer Venezuelas an, obwohl seine späteren Versuche, Maduro zu stürzen, scheiterten.

Die jüngsten US-Angriffe in der Karibik, kombiniert mit einer Aufrüstung militärischer Mittel in der Region, haben Spekulationen angeheizt, dass Washington sich auf einen erneuten Versuch vorbereiten könnte, Maduro von der Macht zu entfernen.

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