
(SeaPRwire) – Die Passagiere des MV Hondius sollen unter strengen Protokollen medizinisch begutachtet und evakuiert werden, sobald das Schiff Teneriffa erreicht, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus.
Der Ankunft des auf der Fahrt nach Teneriffa befindlichen, von Hantavirus betroffenen Kreuzfahrtschiffs MV Hondius droht demnach kaum eine Infektionsgefahr für die Einheimischen zu. So äußerte sich der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus.
Der Atlantikliner, der aus den Niederlanden stammt und 147 Personen aus 23 Ländern an Bord hatte, litt unter einer Ausbruch der Andes-Stämme des seltenen Hantavirus, welches meistens durch den Kontakt mit infizierten Nagetierkot, Urin oder Speichel übertragen wird.
Das verzweifelte Schiff, das von einigen Medien als „Pestschiff“ tituliert wurde, ging am 1. April von Argentinien nach Kap Verde. Der erste Opfer, ein 70-jähriger Mann aus den Niederlanden, zeigte am 6. April erste Anzeichen der Erkrankung und starb am 11. April. Seine 69-jährige Ehefrau begleitete seinen Leichnam nach Südafrika, wo sie ebenfalls am 26. April an der Krankheit in einem Krankenhaus in Johannesburg verstarb. Eine dritte Passagierin, eine deutsche Frau, starb am 2. Mai an der Krankheit.
Auf dem MV Hondius befinden sich aktuell „keine symptomatischen Passagiere an Bord“, so Ghebreyesus, wobei ein WHO-Experte die Situation auf dem Schiff beobachtet. Die WHO hat acht Fälle im Zusammenhang mit dem Schiff gemeldet, davon drei Todesfälle, sechs wurden bestätigt als Hantavirus und zwei weiterhin als Verdachtsfälle gewertet. Behörden versuchen auch noch, mehr als zwei Dutzend Menschen aufzuspüren, die vor der Bestätigung der Ausbruch entweder vom Schiff abgestiegen sind.
Ghebreyesus erklärte, dass die Passagiere „im Industrieport Granadilla, weit entfernt von Wohngebieten, in versiegeltem, bewachtem Fahrzeug, durch einen völlig abgeschotteten Korridor, und direkt in ihre Heimatländer zurücktransportiert werden.“
Ghebreyesus kam auf die spanische Insel, um die Operation persönlich zu überwachen und versicherte während einer kurzen Pressekonferenz neben der spanischen Gesundheitsministerin Monica Garcia, dass die Gefahr für die Bewohner der Insel gering ist.
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