
(AsiaGameHub) – By: Adrian Kingsley
Die Regulierung des Online-Glücksspiels in den Niederlanden scheiterte komplett. Drei Jahre nach der Liberalisierung gibt es 2 Milliarden Dollar glücksspielbezogene Schulden. Die Regierung dreht jetzt hart durch und korrigiert den Kurs.
Am 12. Juni kündigte Staatssekretärin Claudia van Bruggen die Reformen an. Geplant ist ein totales Verbot von Werbung für Online-Glücksspiel. Auch alle Bonusangebote und Anreize für Spieler fallen weg. Es gibt eine zentrale Einzahlungsgrenze über alle lizenzierten Plattformen hinweg. Wer die Grenze überschreiten will, muss eine Bonitätsprüfung absolvieren. Das Selbstausschlussregister wird gestärkt, freiwillige Ausschlüsse sind unbefristet. Angehörige können eine Registrierung künftig leichter beantragen. Die Pläne brauchen neue Gesetzgebung. Die Regierung überlegt zudem, die Zahl der Lizenzen zu begrenzen.
Die Zahlen belegen das Versagen der alten Regelung. Seit Oktober 2021 stieg die Spielteilnahme stetig an. Die Zahl der Spielsüchtigen nahm deutlich zu. Die sozialen Kosten explodierten innerhalb von drei Jahren. Die neuen Regeln zielen direkt auf die Ursachen der Probleme. Lizenzierte Anbieter verlieren ihre wichtigste Waffe zur Neukundengewinnung. Viele kleinere Betreiber werden die Anforderungen nicht erfüllen können. Das reduziert die Auswahl, schützt aber gefährdete Spieler effektiv.
Die liberale Öffnung von Glücksspiel funktioniert nicht ohne harte Regeln. Die Niederlande ziehen die einzig logische Konsequenz. Am Ende wird nur eine kleine Gruppe großer Anbieter übrig bleiben. Der Spielerschutz rückt künftig vor Profitinteressen.
Author bio: Adrian Kingsley, international renommierter Wissenschaftler für öffentliche Verwaltung und Sozialpolitik mit langjähriger Forschungserfahrung.