Anstieg der falschen DMCA-Beschwerden richtet sich gegen die Kansspelautoriteit

In den letzten sechs Wochen wurden fast 60 DMCA-Beschwerden gegen die Kansspelautoriteit eingereicht, in denen behauptet wird, sie habe Inhalte von verschiedenen Websites kopiert, und gefordert wird, dass die Kansspelwijzer-Seiten von der Google-Suche entfernt werden.

Das DMCA sollte Verlagen Schutz bieten davor, kopiert zu werden, indem sichergestellt wird, dass moderne Plattformen wie Google und Facebook nach Eingang einer Beschwerde prüfen und darauf reagieren; jedoch wird das DMCA zunehmend kritisiert, weil es missbraucht wurde.

Missbrauch des DMCA ist nicht neu. Das Responsible Affiliates Seal of Approval hatte zuvor einen öffentlichen Brief veröffentlicht, in dem Google aufgefordert wurde, gegen falsche DMCA-Ansprüche vorzugehen, die gegen legale Affiliates in den Niederlanden erhoben wurden.

Glücksspiel-Experte Frank Kruit sagte:

Dies betrifft eine falsche Behauptung. Einer der täglichen Tausenden von Beschwerden gegen legale Casino-Affiliates in den Niederlanden. Oft aus demselben Lager stammend: illegale Betreiber und/oder Affiliates, die den legalen Markt schädigen wollen. Eine anonyme Partei reicht im Namen eines „Kunden“ eine DMCA-Anfrage bei Google ein. Eine solche Anfrage kann ohne jegliche Überprüfung eingereicht werden. Manchmal folgt eine Deindexierung. Die Seite verschwindet aus den Suchergebnissen und der Schaden ist sofort spürbar.

Die Beschwerde, die angeblich von einer Person aus Malawi eingereicht wurde, richtet sich gegen sieben glücksspielbezogene Websites in mehreren Gerichtsbarkeiten, darunter die Kansspelwijzer – ein Werkzeug, das von der Kansspelautoriteit zur Auflistung lizenzierter Betreiber in den Niederlanden verwendet wird.

Die Einreichung besagt: „Atlaslive, Eigentümer des urheberrechtlich geschützten Materials auf [Domain-Name], benachrichtigt Sie hiermit, dass mehrere Seiten auf Ihrer Plattform geschütztes Material von unserer Website ohne Erlaubnis reproduzieren… Wir fordern Sie auf, alle rechtsverletzenden Materialien unverzüglich zu entfernen… Nichteinhaltung… kann zu weiteren rechtlichen Schritten führen.“

Seit dem 27. März 2026 wurden 59 (und es werden mehr) DMCA-Beschwerden in der Lumen-Datenbank gegen die Kansspelautoriteit protokolliert. Viele der Beschwerden wurden unter verschiedenen Namen und/oder Standorten eingereicht. Einige wurden von Personen eingereicht, die angeblich mit Unternehmen wie SBTech und Delasport verbunden waren. Sowohl SBTech als auch Delasport sind Anbieter von Sportwetten-Technologie; ihre Beteiligung an den gegen die Kansspelautoriteit eingereichten DMCA-Beschwerden ist jedoch höchst unwahrscheinlich.

Gleichzeitig mit den DMCA-Beschwerden gegen sie hat die Kansspelautoriteit mehr als 60 „Regierungsbeschwerden“ bei Google eingereicht, in denen die Entfernung illegaler Glücksspiel-Websites aus den Suchergebnissen gefordert wird. Mehrere der von der Kansspelautoriteit eingereichten „Regierungsbeschwerden“ beziehen sich auf Durchsetzungsmaßnahmen gegen nicht lizenzierte Betreiber wie BetSpino, in Übereinstimmung mit und als Teil der Durchsetzung der niederländischen Glücksspielvorschriften.