Gremium unterstützt Rahmenkonzept zur Sperrung illegaler iGaming-Webseiten in Japan

In Japan hat ein Expertenausschuss einen Entwurf für einen Rahmen vorgelegt, der es den Behörden erlauben würde, illegale Online-Casino-Seiten zu blockieren. Dies könnte den Beginn einer Reihe strengerer Vorschriften für illegale Glücksspielaktivitäten markieren.

Das Ministerium für Innere Angelegenheiten und Kommunikation hat den Rahmen initiiert und ist der Ansicht, dass die Sperrung des Zugangs zu Offshore-Glücksspielseiten dazu beitragen könnte, die Zahl der durch Glücksspiel geschädigten jungen Menschen zu begrenzen. Es gibt jedoch auch einige rechtliche und verfassungsrechtliche Fragen, die geklärt werden müssen, bevor weitere Maßnahmen zur Sperrung von illegalem Online-Glücksspiel oder anderen illegalen Glücksspielaktivitäten ergriffen werden.

Die Mitglieder des Expertengremiums haben ihre Unterstützung für schärfere Maßnahmen gegen illegale Anbieter zum Ausdruck gebracht, da diese äußerst ausbeuterisch seien und mit den bestehenden Vorschriften nicht kontrolliert werden könnten.

Noriko Tanaka, ein Gremiumsmitglied und Leiterin der Society Concerned About Gambling Addiction, sagte:

Diese Organisationen sind wirklich bösartig. Junge Menschen können ihnen leicht zum Opfer fallen, daher hoffe ich sehr, dass sie blockiert werden.

Der Rahmen kommt zu dem Schluss, dass die Bedingungen für die Einführung von Sperrmaßnahmen möglicherweise bereits gegeben sind, angesichts des umfangreichen Zugangs zu Online-Glücksspielseiten und der anhaltenden Verbreitung unlizenzierter Online-Glücksspielseiten. Gemäß dem vorgeschlagenen Rahmen wären Telekommunikationsanbieter verpflichtet, den Zugang zu den identifizierten illegalen Seiten zu blockieren.

Neben der möglichen Zugangssperre wirft der Rahmen auch Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes auf, da die Telekommunikationsanbieter den Internetverkehr einzelner Nutzer überwachen müssten, um festzustellen, ob ein Nutzer versucht, auf eine gesperrte Internetseite zuzugreifen. Dies weckt Bedenken hinsichtlich Überwachung und einer möglichen Verletzung der Kommunikationsprivatsphäre nach japanischem Recht.

Experten haben betont, dass diese Risiken sehr sorgfältig abgewogen werden müssen, und der Bericht betrachtet die Internetsperre als letztes Mittel.

Joji Shishido sagte:

Das Sperren von Websites ist der letzte Knopf, der im Gesamtbemühen zur Beseitigung der Schäden durch Online-Casinos gedrückt werden muss. Wenn die Maßnahme umgesetzt werden soll, muss die Regierung einen viel ernsthafteren Ansatz beim Aufbau des notwendigen Systems verfolgen.

Japan hat bereits alternative Maßnahmen eingeführt, darunter ein Verbot der Werbung für illegale Casinos in sozialen Medien und die Zusammenarbeit mit ausländischen Gerichtsbarkeiten, um den Zugang zu beschränken. Diese Schritte haben laut Bericht „ein gewisses Maß an Wirksamkeit“ gezeigt, obwohl der Zugang zu Offshore-Seiten nach wie vor weit verbreitet ist.

Daten von Blask deuten darauf hin, dass das Interesse an Online-Glücksspiel bereits zurückgehen könnte. Die Nutzeraktivität ist im Laufe des Jahres 2025 und bis Anfang 2026 deutlich gesunken, ebenso wie der geschätzte Marktumsatz. Dies deutet darauf hin, dass die Nachfrage bereits vor der Einführung strengerer Kontrollen abkühlen könnte.