
Das Vereinigte Königreich hat die Gründung des größten unabhängigen Forschungszentrums für die Erforschung von Spielsuchtbedingten Schäden angekündigt, das über das gesetzliche Spielsteuererhebungsverbot finanziert werden soll.
Die neue Gambling Harms Research UK (GHR-UK) Evidence Centre wurde vom Department for Culture, Media and Sport (DCMS) angekündigt und zielt darauf ab, langjährige Lücken in den Beweisen zu schließen, die bisher politische, vorbeugende und behandelnde Maßnahmen eingeschränkt haben.
Das Zentrum wird über das SpielSteuererhebungsverbot, das von UK Research and Innovation (UKRI) verwaltet wird, finanziert. Für dieses Zentrum stehen 22,1 Millionen Pfund bereit, um es bis 2025–2026 betriebsbereit zu haben. Das Zentrum wird von einer Konsortium aus Glasgow-, Sheffield- und Swansea Universitäten sowie King’s College London geführt.
Geschätzt werden jährlich 1,4 Milliarden Pfund an Schäden durch schädliche Spielsucht, sowie zusätzliche soziale Kosten wie Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und das Strafjustizsystem.
Außerdem wird sichergestellt, dass Personen mit Lebenswirklichkeit eine Priorität in allen Forschungsarbeiten sind. Der Kampagnenbote Martin Jones wurde dafür berufen, sicherzustellen, dass die Forschungen die Schäden des Spiels im echten Leben widerspiegeln, wie zum Beispiel Suizid, finanzielle Not und algorithmische Risiken.
Auch wurde klar gemacht, dass das GHR-UK Evidence Center frei von Industrieförderung durch Governance-Arrangements ist, die die Integrität der Forschung absichern.
Die Eröffnung des Zentrums fällt zusammen mit einem breiteren Wandel der Spielpolitik im gesamten Vereinigten Königreich, einschließlich neuer Prüfungen von Spielwerbung und der Einrichtung einer neuen interagenturalen Task Force zur Verbesserung der Durchsetzung illegaler Spielsucht mit Schwerpunkt auf Zahlung, Werbung und interagenter Zusammenarbeit.