Portugals Kampf gegen den „Glücksspiel-Pest“: Wenn der Staat den digitalen Schwarzmarkt jagt

(AsiaGameHub) –   By: Elena Rostova

Die portugiesische Regierung hat genug. Wirtschaftsminister Manuel Castro Almeida bezeichnet den unregulierten Online-Glücksspielmarkt nun offen als „Plage“. Ein bloßes Ärgernis reicht dem Minister nicht mehr aus. Er plant für diesen Sommer eine gesetzliche Offensive. Das Ziel ist klar definiert. Die Behörden sollen endlich die nötigen Zähne bekommen, um gegen illegale Anbieter vorzugehen.

Der offizielle Markt in Portugal bewegt sich in einer Größenordnung von etwa 24 Milliarden Euro. Das ist eine beachtliche Summe. Dennoch wächst der Anteil der unlizenzierten Aktivitäten in einem besorgniserregenden Tempo. Die Regierung will das Regelwerk modernisieren. Fokus liegt auf einer verbesserten Durchsetzung und präventiven Maßnahmen. Der Verbraucherschutz steht dabei im Zentrum der neuen Gesetzgebung.

Almeida fordert nun die Akteure der Branche auf, konkrete Vorschläge für Gesetzesänderungen einzureichen. Die Zusammenarbeit soll den Behörden helfen, illegale Betreiber effektiver zu isolieren. Portugal hat bereits in den letzten zwölf Monaten den Sektor angepasst. Seit Januar sind neue Funktionen wie Bet Builder, Bet Boosts und Bonus-Käufe erlaubt. Diese Maßnahmen sollen den legalen Markt stärken und den illegalen Sektor austrocknen.

Author bio: Elena Rostova, eine Expertin für öffentliche Politik, die sich auf Compliance-Bewertungen für Regierungen und Staatsfonds spezialisiert hat und komplexe regulatorische Rahmenbedingungen in Europa analysiert.