Schweden ergreift härtere Maßnahmen gegen illegales Glücksspiel

Am 31. März 2026 erhielt die schwedische Regierung einen umfassenden Vorschlag von Spelinspektionen – der Lizenzierungsbehörde für Glücksspiele in Schweden – dazu, wie der Zugang zu unlizenziertem Fernglücksspiel eingeschränkt werden soll. Der Vorschlag umfasst sowohl rechtliche als auch praktische Durchsetzungsmaßnahmen, die darauf abzielen, die Fähigkeit unlizenzierter Offshore-Anbieter, Dienstleistungen für schwedische Bürger anzubieten, besser einzuschränken.

Gemäß dem geltenden Recht sind Durchsetzungsmaßnahmen nur zulässig, wenn der unlizenzierte Anbieter aktiv seine Dienstleistungen in Schweden bewirbt, z. B. durch die Verwendung der schwedischen Sprache und/oder die Bereitstellung einer Zahlungsmethode in Schwedischen Kronen. Daher ist die Durchsetzung derzeit sehr schwierig.

Der Vorschlag würde dies ändern und die „Teilnehmerkriterien“ einführen. Die Teilnehmerkriterien würden einen breiteren Anwendungsbereich ermöglichen, indem sie alle Anbieter einschließen, die über ihre Websites Dienstleistungen für schwedische Einwohner anbieten.

Als Teil der Teilnehmerkriterien müssen auch mehrere technische Maßnahmen umgesetzt werden:

  • Geo-Blocking des Zugangs aus Schweden
  • Ausgabe automatischer Warnungen für gesperrte Kunden
  • Vollständige Verweigerung des Dienstes, wenn der Standort eines Kunden nicht verifiziert werden kann

Zusätzlich zu den oben genannten Punkten würden weitere Einschränkungen das Blockieren von Kunden beinhalten, die versuchen, die Beschränkungen mithilfe eines VPN oder eines anderen Mechanismus zu umgehen.

Weitere Mittel, um den Zugang für schwedische Bürger einzuschränken, sind:

  • Entfernung Schwedens aus der Liste der zur Registrierung berechtigten Länder
  • Blockierung schwedischer Adressen, Postleitzahlen und Telefonnummern, die mit +46 beginnen
  • Verhinderung von Transaktionen, die Banken in Schweden betreffen
  • Ablehnung von Auszahlungen oder Einzahlungen über schwedische Finanzinstitute

Anbieter müssen in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen klar angeben, dass schwedische Nutzer nicht erlaubt sind, aber die Regulierungsbehörden betonen, dass rechtliche Formulierungen allein ohne technische Durchsetzung nicht ausreichen. Zusätzlich muss jegliches Marketing, das für schwedisches Publikum zugänglich ist, eingestellt werden.

Die vorgeschlagenen Änderungen zielen darauf ab, regulatorische Lücken zu schließen und ein effektiveres System zur Bekämpfung unlizenzierter Glücksspiele zu schaffen. Bei Umsetzung würde Schweden zu einem strengeren, technologiegesteuerten Durchsetzungsmodell übergehen, das sich auf den Zugang konzentriert und nicht auf die Absicht.