SPRIBE erwirkt einstweilige Verfügung gegen Betnacional in Brasilien wegen Aviator-Rechten

SPRIBE hat in Brasilien eine einstweilige Verfügung gegen Betnacional in einem Rechtsstreit um die Rechte an seinem Spiel Aviator erwirkt und damit einen frühen Präzedenzfall für den Schutz geistigen Eigentums im neu regulierten iGaming-Markt des Landes geschaffen.

Das Gericht von Pernambuco (TJPE) erließ die Anordnung gegen NSX Brasil S.A., den Betreiber hinter Betnacional, und forderte das Unternehmen auf, die Verwendung der Marke „AVIATOR“ sowie aller ähnlichen visuellen oder audiovisuellen Elemente, die mit dem Produkt von SPRIBE verbunden sind, sofort einzustellen. Die Entscheidung sieht tägliche Strafen bei Nichteinhaltung vor und bleibt bis zu weiteren Gerichtsentscheidungen oder einem endgültigen Urteil in Kraft. Das Gericht verwies auf die eingetragene Marke von SPRIBE beim brasilianischen INPI als Grundlage für dessen ausschließliche Rechte.

Der Konflikt zwischen Betnacional und SPRIBE entstand mit der Einführung eines Aviator-Spiels durch Betnacional im Jahr 2025 unter der Schirmherrschaft eines neuen Anbieters, nachdem Betnacional zuvor seit 2022 mit SPRIBE zusammengearbeitet hatte. SPRIBE behauptet, dieses neue Produkt sei eine „nahe Kopie“ ihres Originals von 2018 und stelle eine Verletzung der geistigen Eigentumsrechte von SPRIBE dar.

Betnacional ist einer der größten Betreiber auf dem regulierten brasilianischen Glücksspielmarkt, der von Flutter Entertainment betrieben wird und als Tochtergesellschaft von NSX Brasil fungiert. Betnacional verzeichnet weiterhin starke Umsätze mit Crash-Spielen auf dem Markt.

Dieser Fall wird in der gesamten Glücksspielbranche genau beobachtet und spiegelt die zunehmenden Konflikte hinsichtlich Exklusivitätsvereinbarungen zwischen Betreibern und Anbietern sowie Eigentumsfragen im Zusammenhang mit Spielinhalten wider. Sowohl Spieleentwickler als auch Betreiber werden aus diesem Fall lernen, wie wichtig starke Schutzrechte für geistiges Eigentum in Lieferantenverträgen sind und dass der Prozess der Durchsetzung von IP für Spieleentwickler, die in aufstrebenden Märkten wie Brasilien tätig sind, zunehmend wirksam wird.

Die SPRIBE gewährte einstweilige Verfügung ist nur eine vorübergehende Lösung, bis weitere rechtliche Schritte eingeleitet werden können. Die Lösung dieses Falls könnte jedoch Präzedenzfälle für andere ähnliche Fälle schaffen, während sich der regulierte Glücksspielrahmen Brasiliens weiterentwickelt.