16 Jahre nach «The Social Network»: Die Fortsetzung, die wir nicht brauchten – aber unbedingt sehen müssen

(SeaPRwire) –

By: Oliver Hawthorne

Eine Fortsetzung von «The Social Network» schien bis vor Kurzem überflüssig. Der Originalfilm von 2010 traf genau den Nerv des Social-Media-Booms und sagte Zuckerbergs Absturz bereits voraus. Wir haben die Entwicklung der letzten Jahre doch selbst miterlebt: die Toxizität auf Facebook, die Fake-News-Wellen, die Enthüllungen der «Facebook Files» im Wall Street Journal. Viele dachten, diese Berichte wären das endgültige Urteil über das Plattform-Imperium.

Sony Pictures

Jetzt hat Aaron Sorkin, Drehbuchautor des Originals, die Fortsetzung «The Social Reckoning» fertiggestellt. Der erste Trailer zeigt zwei Handlungsstränge: Einmal verteidigt Jeremy Strong als Zuckerberg sein Unternehmen vor den Vorwürfen aus den «Facebook Files». Zum anderen verfolgt man Journalist Jeff Horwitz (Jeremy Allen White) und Hinweisgeberin Frances Haugen (Mikey Madison) bei ihren Ermittlungen. Der Film lehnt sich an «All the President’s Men» an, verzichtet auf einen großen Teil der Vernehmungsdramen des Originals. Sorkin konzentriert sich auf seine Stärken: Gerichtsintrigen und pointierte Dialoge. Der Film kommt am 9. Oktober in die Kinos.

Hollywoods Fixierung auf bewährte IP macht das Projekt möglich, auch wenn die Geschichte keine neuen Enthüllungen bietet. Die Besetzung ist clever gewählt: Jeremy Strong, bekannt aus «Succession», passt perfekt zur Weiterentwicklung von Jesse Eisenbergs Darstellung des narzisstischen Zuckerbergs. Seine Leistung allein rechtfertigt den Eintrittspreis, egal ob der Film zusätzliche Einblicke liefert oder nicht.

Autor bio: Oliver Hawthorne, leitender Korrespondent einer internationalen Technologie-Revue, beobachtet seit Jahren die Schnittstelle von Tech-Industrie und Popkultur.