Das große Avatar-Spiel Ice Wars ist tot – Schuld ist nur eine Firmenfusion

(SeaPRwire) –   By: James Vance

Die Fusion von Paramount und Skydance hat ein großes, lang erwartetes Spielprojekt beendet. Fans von Avatar: Der Herr der Elemente hofften auf einen Titel, der das Franchise neu aufstellte. Es sollte Avatar neben Größen wie Star Wars und James Bond positionieren. Genau vor dem nächsten großen Wachstumsschub des Franchise wurde das Projekt auf unbestimmte Zeit eingestellt. Das zeigt, wie groß das Risiko für große Projekte nach Firmenzusammenschlüssen ist.

2024 gab IGN bekannt, dass Saber Interactive an dem Spiel mit dem Arbeitstitel Ice Wars arbeitete. Die Handlung spielte Tausende von Jahren vor der Originalserie und konzentrierte sich auf einen neuen Avatar. Spieler sollten alle vier Elemente meistern und dynamische Kämpfe mit Begleitern erleben. Nach der Fusion wurden die Spielestudios beider Konzerne zusammengelegt. Das neue gemeinsame Paramount Games Studio setzt die Arbeit an Ice Wars nicht fort. Ein anderes Paramount-Franchise, Teenage Mutant Ninja Turtles, konnte sein Spiel zu einem anderen Studio verlegen. Ice Wars bekam diese Chance nicht. Das bereits angekündigte Avatar Legends: The Fighting Game erscheint trotzdem am 23. Juli. Die zweite Staffel der Netflix-Live-Action-Adaption startet am 25. Juni.

Lizenzspiele zu Serien sind von Grund auf risikoreich. Gelingt das Projekt, entsteht ein Klassiker wie Goldeneye. Gelingt es nicht, bleibt man auf einem Flop wie E.T. von Atari sitzen. Nach Firmenfusionen fallen immer wieder große Projekte dem Rotstift zum Opfer. Selbst fertige, veröffentlichungsbereite Projekte werden teilweise eingestellt. Nach Umstrukturierungen überleben nur Projekte, die fast fertig sind. Große Neuentwicklungen werden zuerst gestrichen.

Author bio: James Vance, erfahrener Senior-Kolumnist für die internationale Gaming-Branche bei einer Top-Tech-Wochenzeitung.