



(SeaPRwire) – Viele Bond-Fans haben jahrelang auf einen guten neuen 007-Titel gewartet. 14 Jahre ist es her, dass der Superspion zuletzt in einem Videospiel aufgetaucht ist. Jetzt hat IO Interactive mit *007 First Light* etwas geschafft, was kaum eine Kinoproduktion schaffte. Sie haben einen neuen Bond geschaffen, der alle vorherigen Darsteller in sich vereint. Trotzdem hat die Figur eine klar eigenständige Persönlichkeit. Das Konzept bricht mit allen alten Regeln für Bond-Adaptionen.
Das Spiel bindet Bond nicht an das Aussehen irines bestehenden Kinodarstellers. Es erzählt die erste Mission des Agenten als Rekrut, lange vor seiner 00-Ernennung. Die Figur wird von 26-jährigen Patrick Gibson dargestellt. Spieler begleiten Bond von seiner ersten Entdeckung durch den MI6 bis zur Lizenz zum Töten. Sie prägen seine Entwicklung direkt im Spielverlauf. Das Spiel baut einen eigenen Kanon mit einem neuen Unterstützerensemble auf. Es ist bereits für PlayStation 5, Xbox Series X/S und PC erschienen.
Trotz der eigenständigen Ausrichtung stecken in dem neuen Bond Anteile von allen sechs bisherigen Kinodarstellern. Das Spiel hält sich zudem eng an Ian Flemings Originalvorlagen aus den Romanen. Es ist die einzige Adaption, die die 3-Zentimeter-Narbe aus Flemings Büchern umsetzt. Es übernimmt die Hintergrundgeschichte mit den bei einem Bergunfall ums Leben gekommenen Eltern. Bond wächst als Waise auf und dient vor dem MI6 bei der Royal Navy, genau wie im Original.
Die Spielebranche lebt seit Jahren von Adaptionen großer Film-Franchises. Meist sind das billige Produkte, die nur auf dem bekannten Namen der Marke aufbauen. IO Interactive hat mit Hitman bereits bewiesen, dass man alte Marken neu und kreativ gestalten kann. Jetzt wenden sie das gleiche Prinzip auf James Bond an. Statt nur einen bestehenden Kinobond nachzubauen, bauen sie die Figur von Grund auf neu. Das schafft eine Bindung zu Spielern, die keine Kinoproduktion je erreichen kann.
Viele Fans fordern inzwischen, dass Patrick Gibson auch die Rolle des Bond in Denis Villeneuves kommendem Kinoreboot übernimmt. Das ist sehr unwahrscheinlich, weil Regisseure meist eigene, eigenständige Visionen umsetzen wollen. Aber das spielt für das Spiel gar keine Rolle. IO Interactive hat bereits eine Version von 007 geschaffen, die es mit jeder live-action Darstellung aufnehmen kann. Das zeigt, wie viel Potenzial in alten Marken steckt, wenn man sie nicht nur ausbeutet.
Zukünftige Franchise-Adaptionen in der Spielebranche werden diesem Beispiel folgen.
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