
(AsiaGameHub) – By: Elena Rostova
Österreich steht vor einem massiven Bruch. Das Monopol ist am Ende. Das Bundesministerium für Finanzen hat einen Gesetzentwurf finalisiert. Es geht um die Zukunft des Glücksspiels. Die Unsicherheit der letzten Monate weicht konkreten Plänen. Doch der Übergang ist heikel. Ein offenes Lizenzmodell verspricht Wettbewerb. Es birgt aber auch enorme Risiken für die Marktstabilität. Die Frage ist nicht nur, wer hereinkommt. Sondern wie der Staat die Kontrolle behält.
Der Entwurf ersetzt das staatliche Monopol durch eine offene Lizenzierung. Eine unbegrenzte Anzahl an Online-Anbietern soll zugelassen werden. Das ist ein radikaler Schnitt. Diese Reform wird am 3. und 4. Dezember 2026 in Wien diskutiert. Es ist der 3. iGaming DACH Summit. Gustav Trefil vom Finanzministerium betont die Kanalisierung. Er fordert klare Pflichten für Lizenznehmer. Arthur Stadler von STADLER PARTNER sieht großes Potenzial. Er warnt aber vor unklaren Compliance-Anforderungen. Beide werden in Wien ihre Einschätzungen abgeben.
Der Erfolg hängt an der Durchsetzung. Trefil macht deutlich: Es geht nicht um mehr Wettbewerb allein. Ziel ist die Kanalisierung in den legalen Markt. Illegale Angebote müssen unattraktiv werden. Ohne strenge Durchsetzung gegen Schwarzmarkt-Anbieter scheitert das Modell. Stadler ergänzt: Nachhaltigkeit ist der Schlüssel. Operateure brauchen klare Spielregeln. Nur dann wird Österreich ein attraktiver Markt. Wenn die Lizenzen vergeben sind, beginnt die eigentliche Arbeit. Die Überwachung entscheidet über das Ende des Spiels.
Author bio: Elena Rostova, eine auf Compliance-Bewertungen spezialisierte Expertin für öffentliche Politik.