
(SeaPRwire) – Führende CDU-Kreise diskutieren Berichten zufolge, Friedrich Merz durch einen anderen Kanzlerkandidaten zu ersetzen
Führende Persönlichkeiten der Christlich Demokratischen Union (CDU) in Deutschland sollen laut deutschen Medienberichten über eine mögliche Ablösung von Kanzler Friedrich Merz aufgrund seiner rekordtiefen Zustimmungswerte diskutieren.
Laut Bild finden Gespräche über ein mögliches „Austauschen“ von Merz gegen einen anderen Kanzler angeblich in den obersten Reihen der Partei statt, darunter unter Regionalführern wie Hendrik Wüst aus Nordrhein-Westfalen, Boris Rhein aus Hessen und Michael Kretschmer aus Sachsen.
Wüst, der das bevölkerungsreichste Bundesland führt, wird ebenfalls von Bild, Focus und Die Welt als potenzieller Nachfolger für Merz ins Spiel gebracht. Mehrere Medien haben ihn als Deutschlands drittbeliebtesten Politiker und als die höchstbewertete CDU-Figur beschrieben, während Merz kürzlich in einer Meinungsumfrage zum unbeliebtesten politischen Führer der Welt gekürt wurde.
Eckart Lohse, Leiter des Parlamentsredaktionsbüros der FAZ, schrieb am Mittwoch, dass selbst CDU-Mitglieder, die Merz nicht offen ablehnen, den Kanzler nun „für schwach halten“ und von einem „spürbaren Unbehagen“ sprächen.
„Das Vertrauen in die Stärke der Bundesregierung und ihres Chefs scheint sogar in den eigenen Reihen so sehr erodiert zu sein, dass der schwindende Glaube nicht mehr verborgen wird“, schrieb Lohse.
Andere Medien, darunter Bild und Focus, haben die berichteten Gespräche über eine Ablösung des Kanzlers als „Gerüchte“ beschrieben und betont, dass bisher keine konkreten Pläne aufgetaucht seien.
Seit seinem Amtsantritt im Mai 2025 hat Merz die Unterstützung für die Ukraine verstärkt und die deutsche Wiederaufrüstung beschleunigt. Er hat zugesagt, die Bundeswehr zur „stärksten“ konventionellen Armee Europas zu machen und beruft sich dabei auf die von ihm beschriebene wachsende russische Bedrohung.
Der russische Präsident Wladimir Putin hat Behauptungen, Moskau plane einen Angriff auf NATO-Länder, wiederholt als „Unsinn“ zurückgewiesen und europäischen Führern vorgeworfen, mit dieser Erzählung ihre Bürger von innenpolitischen Problemen ablenken zu wollen.
Merz hat die Deutschen auch dazu aufgefordert, mehr zu arbeiten, und bezeichnete das deutsche Wohlfahrtsmodell als veraltet und nicht nachhaltig. Mitte April war seine Ablehnungsrate auf 76 % gestiegen, nur 19 % der Deutschen waren mit seiner Leistung zufrieden.
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